Neckar – Wanderfahrt von Hirschhorn nach Heidelberg

2. August 2020

Unsere erste (!!!) Wanderfahrt in 2020 führte uns auf den Neckar. Acht PaddlerInnen vom FKV sowie sechs vom Kanuverein Frankfurt-Höchst trafen sich in Hirschhorn, um die 24 Kilometer nach Heidelberg zu paddeln.

Die Logistik und die Parkplatzsuche in der Heidelberger Altstadt nimmt einige Zeit in Anspruch, aber kurz vor 12 Uhr sind endlich alle auf dem Wasser. Das Wetter spielt mit: 25 Grad, bewölkt, anfangs etwas Nieselregen, meist aber auch Sonne dabei. So lässt es sich gut paddeln. 27 Staustufen machen den Neckar zu einem fast stehenden Gewässer, jeder Kilometer muss also selbst gepaddelt werden. Links und rechts des Flusses sehen wir die Ausläufer vom Odenwald, viel Wald, einige Burgen. Wir paddeln entlang der Grenze von Hessen und Baden-Württemberg. Auf dem Fluss sind wenige Lastschiffe, einige Verleihkanadier und ein paar Fahrgastschiffe unterwegs, aber so wenig, dass wir die Landschaft genießen und immer wieder die Seiten wechseln können, ohne ständig auf den Schiffsverkehr zu achten.

Drei Schleusen gibt es auf der Strecke bis Heidelberg, alle mit Bootsschleppen und langen Umtragewegen. An der ersten Schleuse rufe ich den Schleusenwärter an und frage, ob er unsere 12 Kajaks schleusen würde. Nach der ersten Antwort „Wir schleusen keine Kajaks mehr, das ist zu gefährlich.“ hat er dann doch rausgehört, dass wir keine Verleihboote fahren und noch bis nach Heidelberg paddeln. „Na los, rechte Kammer.“ Juchuh! – Kein Umtragen und viel Zeit und Kraft gespart. Wir sind sehr froh!

Auf dem nächsten Abschnitt machen wir eine Pause in Neckargemünd und beobachten von der Pausenstelle die vorbeiziehenden Verleihkanadier. Es gibt Melone, Kuchen, Muffins, Snackgemüse, alle werden satt.

Beim Anruf an der nächsten Schleuse schaltet der Schleusenwärter direkt auf grün und gibt uns den Tipp, trotz Feierabend der Schleuse Heidelberg ab 16 Uhr dort anzurufen wenn wir vor Ort sind. Nach dem Durchschleusen werden wir über Lautsprecher verabschiedet und sind erneut  begeistert von der Freundlichkeit.

Jetzt ist Heidelberg nicht mehr weit. Wir paddeln entlang sehr schicker Villenviertel und erreichen die Altstadt von Heidelberg. Die Schleuse dort ist direkt vor der alten Brücke. Bevor ich überhaupt mein Telefon zücken kann, werden wir über die Lautsprecheranlage begrüßt: „Die Frankfurter Paddler können direkt in die rechte Kammer fahren.“ Der Schleusenfunk funktioniert also und wir sind wirklich vollends angetan, denn normalerweise hätten wir auch hier einen langen Weg zum Umtragen bewältigen müssen. Jetzt wissen wir, dass hier wirklich die freundlichsten Schleusen Deutschlands sind.

Nach der Schleuse präsentiert sich das Panorama der Heidelberger Altstadt mit Alter Brücke und Schlossruine. Das nutzen wir für einen ausgedehnten Fotostopp auf dem Wasser. Bis zur Ausstiegsstelle an den Neckarwiesen ist es dann nicht mehr weit. Dort kommen wir nach fünfeinhalb Stunden an. Die einen verteilen die Kuchen- und Obstreste, während andere die Autos nachholen. Dann beladen wir und es geht ab nach Hause nach einer tollen Neckar-Paddel-Schleusen-Tour.

 


2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar