Skylinetour 2026
Von Kathrin Mitze
Christi Himmelfahrt. Kurz nach neun am FKV Bootshaus. Der Himmel ist grau, es ist ziemlich kühl und sieht nach Regen aus. Wir entscheiden uns alle für Spritzdecken und Paddeljacken. Später werden wir froh darüber sein.
Die diesjährige Skylinetour des DSW12 (Darmstädter Schwimm- und Wassersport-Club 1912) findet (unseres Wissens nach) zum ersten Mal mit Beteiligung des FKV statt und wir sind uns am Ende einig, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein soll.
Bis zur Gerbermühle kennen wir drei den Main in- und auswendig und paddeln ohne irgendwelche Vorkommnisse zügig bis zur Sportbootschleuse in Offenbach. Dort treffen wir auf ein 8er-Ruderboot, dessen Besatzung zwar schon mit dem Schleusen begonnen, aber noch mit ihren Auslegern zu kämpfen hat. Wir entscheiden uns zu umtragen, was deutlich schneller ist, auch wenn wir beim Wiedereinstieg am oberen Ende nur mit Mühe eine einigermaßen saubere Stelle dafür finden. Die Gänse waren fleißig…
Wie zur Entschädigung kommt auf den letzten Kilometern zum Treffpunkt mit den Darmstädtern die Sonne raus und uns wird kurzzeitig richtig warm – vielleicht war mein langer Neoprenanzug doch zu viel des Guten? Doch obwohl es schon Mitte Mai ist, haben wir heute Aprilwetter und schon eine halbe Stunde später, als wir an der Carl-Ulrich-Brücke ausgestiegen sind, regnet es die ersten Tropfen.
Vom DSW12 sind doch nur drei Teilnehmer*innen angereist und schnell sitzen wir alle wieder in den Booten und fahren zur Schleuse zurück. Dieses Mal scheint auf dem schönen Stück nicht die Sonne. Stattdessen schüttet es einige Zeit heftig.
Rechtzeitig zum erneuten Umtragen ist es von oben wieder trocken und während ein größeres Motorboot in der Schleuse steckt, sitzen wir nach wenigen Minuten wieder in unseren Booten. Jetzt beginnt der Skyline-Teil der Tour. Für uns zwar kein neuer, aber immer wieder ein toller Anblick.
Zwischen dem Eisernen und dem Holbein-Steg regnet es erneut heftig, aber vor uns sieht es schon wieder hell aus. Und tatsächlich sitzen wir beim Picknick am Außengelände in der Sonne und ziehen sogar zeitweise die Paddeljacken aus. Doch irgendwann ist auch dieser gemütliche Teil der Fahrt zuende und noch ein letztes Mal heißt es für uns FKVler zurück ins Boot, die letzten drei Kilometer zurück zum Bootshaus warten. An unserem Steg verabschieden wir uns von den Darmstädtern, die noch bis Offenbach zurück müssen. Knapp sieben Stunden nach dem frühen Start am Morgen wischen wir die Spuren der bekackten Schleuse aus den Booten und begegnen der ersten Bollerwagen-Truppe des Tages. Gut, dass auf der Bundeswasserstraße eine 0,5-Promille-Grenze gilt…
Fotos zur Tour gibt es auf der Seite des DSW12
